Guts Pie Earshot

Ursprünglich aus der Punkszene stammend, wurde GUTS PIE EARSHOT in den 90er Jahren schon – damals mit mehr Mitgliedern - als Avantgarde des undogmatischen Hardcore auf unzähligen Festivals und Konzerten gefeiert.

Mittlerweile sprengen Rizio (Patrick Cybinski) an Cello & Effects und Scheng (Jean Jacobi) an den Drums alle Konventionen in einer atemberaubenden Mixtur aus höchst tanzbarem Techno, Breakbeats, Punk, Jazz und World Music mit jener rohen Energie aus ihren Anfangstagen. GUTS PIE EARSHOT erschafft damit eine Musik, die spielend die Grenzen zwischen Punk, Elektronik, Drum’n Bass und Rock aufhebt ohne damit auch nur in die Nähe peinlicher „Rock meets Classic“-Acts zu kommen.

Dass der musikalische Cocktail nicht beliebig erscheint, sondern grenzsprengend und in allen Bereichen authentisch und homogen wirkt, ist das vielleicht Faszinierendste an diesem Konzept. Und so trifft man Guts Pie Earshot gleichermassen auf DIYPunk-, Metal-, Techno-, Jazz-, und Wagenburg-Festivals an.

Das Konzept ihrer Konzerte und der Aufbau ihrer Stücke hebt die klassischen Grenzen zwischen Live-Konzert und Party aus den Angeln und bezieht sich vom Set eher auf die DJ Party- Kultur. Und so ist die grösste Leistung, die das Duo an seinen schweisstreibenden Konzerten vollbringt, die sein, Hardcore-und Metal-Fans ebenso begeistern zu können wie Drum´n Bass- oder Techno-Anhänger.

Man lässt sich treiben wie auf einer Techno Party, pogt, wie auf einem Punk-Konzert oder sieht fasziniert zu, wie der Cellist seinem Instrument gleichermassen diese luftigen wie dröhnigen Klangfarben zu entlocken weiss, während der Schlagzeuger am Rande des Menschenmöglichen explodierende Breakbeats in rasenden Geschwindigkeiten herbeiprügelt.

Trotz der minimalistischer Besetzung kommen keine elektronischen Stützen wie Sampler oder Laptops zum Einsatz - kaum zu glauben, hört man die dichten, hypnotischen Sounds der Band.

Ungestüm sind sie geblieben: Guts Pie Earshot hat sich ihre politischen PunkRoots und ihre EmoPower aus den alten Tagen bewahrt. Und die Kraft, mit der das Duo seinem Publikum Soundwände um die Ohren und in die Tanzbeine schmettert. 
Nach weit über 700 (!) Konzerten in ganz Europa sind GPE mit ihrer Generations- und Szeneübergreifenden Integrationskraft aus dem undogmatischen Underground und der alternativen Partyszene nicht mehr wegzudenken.

Seit 2006 sind sie wieder vermehrt live aktiv (ca. 100 Konzerte allein 2007), u.a. in Frankreich, Griechenland, Litauen, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Slowenien, der Schweiz und Österreich. Stammgäste auf der "Fusion", beliebt auf dem Sziget Festival in Budapest, zum 20-Jährigen der "Tambours du Bronx" im Zénith in Paris, gemeinsam mit " Coco Rosie", "Jingo de Lunch" oder mit den Avantgardisten "The Ex" zusammen, Anti-G8-Konzerten, Goa, Electro und Drum´n´Bass-Partys, Worldmusic-Festivals, wie auf Partys besetzter Häuser und Plätze …